Hund frisst nicht mehr

Hund frisst nicht mehr

Der Hund kann länger ohne Nahrung auskommen, als viele Hundebesitzer denken. Von Natur aus ist die Physiologie des Hundes darauf ausgerichtet, unregelmäßig zu fressen.

Der Mensch macht sich natürlich Sorgen, wenn der vierbeinige Freund das Futter verweigert. Es ist normal, dass ein Hund gelegentlich keinen Hunger hat. Geregelte Essenszeiten gibt es unter Wildhunden in der freien Natur nicht. Unsere Haus- und Hofhunde tragen die Instinkte in sich. Wenn Du allerdings bemerkst, dass Dein Hund an mehreren, aufeinanderfolgenden Tagen nicht frisst, dann solltest du hellhörig werden.

Warte nicht zu lange ab, bis Du einen Tierarzt aufsuchst, denn es können Krankheiten für die Futterverweigerung verantwortlich sein.

Welche Ursachen es haben kann, dass der Hund das Futter meidet, wann Du einen Tierarzt aufsuchen musst und wie lange der Vierbeiner ohne Futter auskommt, erfährst Du in diesem Beitrag.

 

Ursachen für die Futterverweigerung

Eine vorübergehende Appetitlosigkeit ist kein Grund zur Sorge, denn vor allem ältere Hunde haben einen geringeren Energiebedarf und fressen dementsprechend weniger. Umso älter der Hund wird, umso träger wird er und umso weniger Energie muss der Körper aufbringen.

Dass sich das Essverhalten älterer Hunde verändert, ist nichts Außergewöhnliches. Verweigert der Hund das Futter gänzlich, verschmäht er sein Lieblingsfutter oder seine liebsten Leckerli, dann ist etwas faul an der Geschichte.

Ursachen können z.B. Krebsleiden, Krankheiten des Magen-Darm-Trakts, bakterielle oder virale Infekte sein, die zur Appetitlosigkeit führen. Wenn der Hund mehrere Tage nichts frisst, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen. Diese weiteren Ursachen können die Folge der Futterverweigerung sein:

– Vergiftung

– Parasitenbefall

– neurologische Defekte

– Allergien und Unverträglichkeiten

– Erkrankung der Organe

– Knochenbrüche und Verletzungen

– Zahn- und Kieferprobleme

Warum der Hund das Futter verweigert

Wenn der Hund das Fressen verweigert kann das ein erstes Anzeichen für eine Erkrankung sein. Bei älteren Hunden können Zahn-, Gaumen- und Kieferprobleme der Auslöser für das Fressverhalten des Vierbeiners sein. Welpen macht der Zahnwechsel zu schaffen, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Hundebabies die Nahrung im 3. bis 7. Monat hin und wieder verschmähen.

Wenn der Hund allerdings über einen längeren Zeitraum nicht frisst, dann solltest Du das Anzeichen ernst nehmen und einen Tierarzt zur Hilfe holen.

 

Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen, wenn mein Hund nichts mehr frisst?

Du solltest einen Tierarzt aufsuchen, wenn der Hund an mehreren, aufeinanderfolgenden Tagen nichts frisst oder wenn er sein Leckerli verschmäht. Besonders schnell musst Du reagieren, wenn weitere Symptome hinzukommen.

Bei zahlreichen Erkrankungen, Vergiftungserscheinungen und Organerkrankungen kommen Anzeichen wie etwa Fieber, Durchfall und Erbrechen dazu. In diesem Fall solltest Du nicht zögern und schnellstmöglich einen Besuch beim Tierarzt einplanen.

 

Was tun, wenn der Hund nichts mehr frisst?

Für viele Hunde ist das Fressen mit Langeweile verbunden, denn wenn Abwechslung im Napf fehlt und wenn ständig dasselbe auf dem Teller landet, verliert das Fressen an Attraktivität.

Wenn der Hund nicht mehr frisst, kannst Du versuchen ihn zum Fressen zu animieren, z.B. Futterbälle kaufen oder selber versuchen, die Fresslust und den Fressneid beim Tier zu wecken. Das kannst Du noch unternehmen:

– erwärme das Futter, dann hat es einen intensiveren Geschmack

– weiche hartes Trockenfutter ein, wenn Dein Hund Zahnprobleme hat oder das Futter verweigert

– studiere die Zutatenliste des Hundefutters und sortiere schlechtes Hundefutter mit Getreide, Zucker und Konservierungsstoffen aus

– anhand von Gewichtstabellen kannst du ausfindig machen, welchen Kalorienbedarf dein bester Freund ungefähr hat

– achte auf Futter, das in seiner Zusammensetzung auf das Alter des Hundes und auf den Energiebedarf abgestimmt ist

 

Wie lange kann ein Hund nichts essen?

In der freien Natur haben Wildhunde keine geregelten Essenszeiten und auch das Fressverhalten der Haushunde kann unregelmäßig sein. Bis zu 25 Tage kann ein Hund, egal ob wild oder in der Heimtierhaltung, ohne Futter auskommen.

Da die Futterverweigerung ein erstes Anzeichen für eine Erkrankung sein kann, solltest Du spätestens nach zwei bis drei Tagen einen Tierarzt aufsuchen. Durch die schnelle Kontrolle kann der Tierarzt rechtzeitig reagieren und die operative, medikamentöse oder Therapie Behandlung einleiten.

 

Wie verhält sich ein Hund, wenn er stirbt?

Ein Hund, der im Sterben liegt, hat in der Regel keine Kontrolle über seine Blasenfunktion. Das unkontrollierte Urinieren und Koten ist ein Anzeichen dafür, dass es Deinem Hund gar nicht gut geht.

Enthält der Kot Blut, riecht das Ausgeschiedene faulig und ist der Stuhl äußerst dünn, dann kann es sein, dass Dein Freund in Küre stirbt. Der Tod steht unmittelbar bevor, wenn der Hund folgende Anzeichen macht:

– ein sterbender Hund hat keinen Appetit und verweigert das Futter

– häufiges Erbrechen und starker Durchfall sind deutliche Anzeichen

– der beste Freund liegt apathisch in einer Ecke, er zieht sich zurück und ist nicht mehr ansprechbar

– der Hund hat keine Kontrolle mehr über seine Muskeln und Gliedmaßen

– aus dem Maul läuft Gallensaft, Speichel und der Speichelfluss ist extrem angeregt

– hat der Hund eine Vorerkrankung, wirkt er kurz vor dem Tod stark abgemagert und die Muskeln bilden sich zurück

– die Herzfrequenz sinkt, wenn dein Hund auf natürlichem Weg stirbt. Wurde Dein Vierbeiner vergiftet, dann steigt die Herzfrequenz und der Puls kurz vor dem Tod

– der Hund atmet ein letztes Mal tief ein bevor er stirbt. Die Lunge bläst sich bei vielen sterbenden Hunden auf

– im letzten Atemzug entspannen sich die Muskeln, deshalb kann es sein, dass der Hund nochmals uriniert oder Kot absetzt

 

Was tun, wenn Hund Trockenfutter nicht mehr frisst?

Ein Hund mit Zahnproblemen hat Schwierigkeiten dabei, das Trockenfutter zu kauen. Liegen Probleme mit dem Kiefergelenk oder dem Zahnfleisch vor, kann es sein, dass der Vierbeiner das Futter meidet.

Du kannst das harte, trockene Futter mit lauwarmem Wasser einweichen. Die Wärme intensiviert den Geschmack zusätzlich. Idealerweise hast Du ein hochwertiges Pflanzenöl, wie z.B. Olivenöl, Leinöl oder Arganöl zur Hand und gibst ein paar Tropfen über das Trockenfutter.

Wenn der Hund das Trockenfutter trotz aller Bemühungen verschmäht, kannst Du es mit Nassfutter probieren.

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